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Die Werbeagentur MARTES NEW MEDIA informiert ...

17

Januar
2011

von MARTES NEW MEDIA

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Agenturauswahl und Pitchhonorare …

… Fairness und eine gewisse Art von Sportlichkeit sollten eigentlich Wettbewerbspräsentationen beinhalten. Seitens der Unternehmen sollte ein klar definierter Qualitätsanspruch, ein gesundes Preis-Leistungsverhältnis sowie die »pfiffigste« oder innovativste Konzept-Umsetzung die Agenturauswahl erleichtern und zum Ergebnis führen. Viele Unternehmen beherrschen die professionelle Abwicklung von Pitches, jedoch wächst die Zahl der »schwarzen Schafe«, die einerseits professionell arbeiten und sich so auch nach außen darstellen, jedoch den Verhaltenskodex des Pitch nicht einhalten.

Einige Unternehmen wählen vorbildlich im Vorfeld sehr gezielt ihren Kreis an Pitch-Teilnehmer im Rahmen eines Agentur-Screenings aus, andere hingegen streuen fast schon wahllos ihre Ausschreibungsunterlagen und Aufforderungen via E-Mail, ebenso ihre Absagen, sodass für die Teilnehmenden keine klare Linie zu erkennen ist und sogar die Seriosität der Anfrage in Zweifel gezogen wird. Auch das Thema Aufwandshonorar erweckt bei den meisten Dienstleistern ein schon müdes Lächeln. Teilweise fordern die Unternehmen Präsentationen ganzer Marketingkonzepte und Ideen, die nicht einmal ansatzweise zur Kostendeckung bei den Werbeagenturen beitragen. Grundsätzlich muss man feststellen, dass sich die Pitch-Kultur in Deutschland in den vergangenen Jahren leider nicht verbessert hat: Werbeagenturen zu Pitches auffordern, ohne ein entsprechendes Aufwandshonorar anzubieten, gleichzeitig aber oft erwarten, dass Ihnen Dienstleister komplett ausgearbeitete Konzepte präsentieren – Qualität zum Nulltarif kann es aber auch bei Kommunikationsdienstleistungen nicht geben.

Die skurrilsten Wege beschreiten zunehmend renommierte Unternehmen, die Ihre Aufträge im Rahmen von teilweise sogar öffentlichen Online-Auktion ausschreiben. Den Zuschlag erhält dabei die Werbeagentur, welche das günstigste Angebot abgibt. Die Entscheidung, wer das Rennen letztlich macht, wird dann oft nicht bekanntgegeben, genauso wenig die Anzahl der Pitch-Teilnehmer oder eines Honorars im Vorfeld. Wenn solche Methoden Schule machen und Kommunikationsdienstleistungen auf diese Art in Ihrer Wertigkeit ihren Stellenwert verlieren, bleibt die Qualität auf Dauer zwangsläufig auf der Strecke. Denn letztlich bleibt fraglich, wie auf diese Weise eine gerade in der Unternehmenskommunikation wichtige vertrauensvolle Zusammenarbeit zustande kommen soll?

Ich persönlich bin überzeugt, dass es wichtig ist als Anbieter in eine Kundenbeziehung zu investieren! Mindestens genauso wichtig ist es als Einkäufer in die Beziehung zum Lieferanten zu investieren. 10% des ausgeschriebenen Budgets auf 3-4 teilnehmende Werbeagenturen ist eine faire Summe zur anteiligen Deckung der erbrachten Aufwände bis zu einer Pitch-Präsenation.

Manuel Laufer, Gründer MARTES NEW MEDIA, Karlsruhe