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11

Oktober
2017

von Tonn

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Typografie – die Kunst der Schrift

Typografie ist die Technik und die Kunst Sprache sichtbar zu machen.

Doch bevor wir uns die Typografie im Detail ansehen, wagen wir einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Alphabets, wie wir es heute nutzen.

Das erste Volk, welches Mitteilungen, Gebote und kurze Erzählungen schriftlich festhielt, waren die Ägypter. Allerdings handelte es sich hierbei noch um eine Bilderschrift – die Hieroglyphen. Die erste Buchstabenschrift war die Keilschrift. Die Sumerer schrieben nicht mehr in Bildern, sondern mit Zeichen, von denen jedes einzelne für einen bestimmten Laut der Sprache stand.
Doch unser heutiges Alphabet stammt nicht von den Sumerern ab, sondern von Nomaden, welche auf der Halbinsel Sinal lebten und ein Alphabet mit 20 Buchstaben formten.
Dieses Alphabet wurde von den Phöniziern übernommen und verbreitet. Die alten Griechen übernahmen dieses Alphabet und änderten es ein wenig um. Vor etwa 2500 Jahren begannen die Römer den Mittelmeerraum zu beherrschen. Sie formten ein eigenes Alphabet, das sie sich bei den alten Griechen abschauten. Es entstand das lateinische Alphabet.
Das lateinische Alphabet bestand ursprünglich aus 20 Buchstaben. Heute sind es 26, denn das G, J, U, W, Y und Z kamen erst nach und nach dazu. Die jüngsten beiden Buchstaben sind das J und das W, sie wurden vor etwa 500 Jahren eingeführt.

Kommen wir nun zu den Serifen- und Groteskschriften. Eine Serife ist eine feine Linie, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung, abschließt.
Eine weit verbreitete Serifenschrift ist die Times New Roman. Serifen können rund, eckig, konkav, schräg und in anderen Ausführungen auftreten. Möchte man lieber eine Schrift ohne Serifen, so wählt man eine Groteskschrift (auch Sans genannt). Die wohl bekannteste Groteskschrift ist die Helvetica.

Das Grundgerüst einer Schrift ist immer das Selbe. Im Folgenden sollen die wichtigsten Dinge erklärt werden:
Alle Buchstaben einer Zeile beginnen scheinbar auf einer Grundlinie.
Alle Großbuchstaben haben die selbe Höhe, die sogenannte Versalhöhe.
Alle Kleinbuchstaben enden ebenfalls auf einer Höhe, der x-Höhe.
Die Höhe aller hohen Kleinbuchstaben (beispielsweise t, h, k, l) enden an der Oberlänge.
Alle Kleinbuchstaben, die tiefer gehen (beispielsweise: g, p, q, j), enden an der Unterlänge.
Die Gesamthöhe der Schrift (zwischen Oberlänge und Unterlänge) nennt man Kegelhöhe oder einfach Schriftgröße.
Die Fette einer Schrift, also die Breite aller vertikalen Buchstabenteile nennt man Stamm.
Die horizontalen Verbindungen eines Buchstaben nennt man Verbindungen (beispielsweise beim H).
Das Verhältnis zwischen Stamm und Verbindung nennt man Kontrast.

Nun noch ein paar Dinge zur Anatomie von Buchstaben:
Jeweils gegenüberliegende Linien nennt man Schenkel.
Den Wendepunkt (beispielsweise die Spitze beim A) nennt man Scheitel.
Befindet sich der Wendepunkt hingegen unten, nennt man ihn Spitze.
Bein nennt man den Abstrich beim K, k und R.
Ein Grundstrich ist ein nach unten geführter, ein Aufstrich ein nach oben geführter Strich.

Doch bevor wir uns im Aufbau der Buchstaben verlieren, kommen wir nun zum Thema Abstände und Ausrichtung. Es gibt zwei Arten von Abständen. Die Laufweite und der Zeilenabstand. Die Laufweite ist der Abstand zwischen zwei Typen. Mit einer weiten Laufweite kann man beispielsweise ein Wort herausheben, mit einer engen Laufweite kann man Spannung aufbauen.
Der Zeilenabstand ist für jede Schriftart anders und richtet sich nach der Schriftgröße.

Es gibt verschiedene Arten einen Text auszurichten:
Man kann ihn linksbündig ausrichten, das heißt,
dass rechts eine Flatterzone ist. Linksbündige Texte
lassen sich angenehm lesen.

Man kann einen Text aber auch rechtsbündig ausrichten,
das heißt, dass links eine Flatterzone ist. Allerdings
lassen sich rechtsbündige Texte nicht so einfach lesen.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit einen Text zu zentrieren.
Dies eignet sich vor allem für Überschriften.

Im weiteren gibt es noch die Möglichkeit einen Text als Blocksatz zu schreiben. Bei dieser Variante beginnen alle Zeilen links an der gleichen Position und enden auch rechts an der Gleichen. Diese Variante wird oft für Fließtexte genutzt, da sie sehr platzsparend ist.
Beim Blocksatz gibt es auch die Möglichkeit die letzte Zeile eines Blockes linksbündig zu lassen. So bleibt der Lesefluss erhalten.
Durch Einzüge wird in einem Blocksatz gut erkennbar wo ein neuer Abschnitt beginnt.

In der Typografie gibt es verschiedene Arten von Leerräumen:
Zum einen gibt es die Leerzeichen. DieiBreiteieinesiLeerzeichensientsprichtiungefähriderieines i‘s. Neben den Leerzeichen gibt es noch das Geviert. Die Größe eines Geviert bildet sich aus dem Quadrat der Kegelhöhe. Das Geviert gibt es in allen möglichen Abstufungen, in diesem Satz wird das Halbgeviert verwendet.

Es gibt verschiedene Arten ein Wort oder Teile eines Textes hervorzuheben:
Zum einen gibt es die Möglichkeit das Wort zu unterstreichen. Allerdings ist diese Methode nicht optimal und wird deshalb kaum mehr genutzt. Man kann das Wort, oder die Wörter auch fett schreiben. Diese Methode eignet sich aber nur für ein bis zwei Wörter. Die beste Möglichkeit Dinge hervorzuheben ist die, sie kursiv zu schreiben. So werden die wichtigen Wörter hervorgehoben, ohne das der Lesefluss gestört wird. Wenn der Kontrast und die Sättigung stimmen, kann man wichtige Teile auch durch Farbe hervorheben. Eine eigene Form der Großbuchstaben sind die Kapitälchen, mit denen man einzelne Wörter hervorheben kann.

Bevor wir zum Charakter verschiedener Schriftarten kommen, möchten wir noch kurz den Unterschied zwischen einer Schriftfamilie und einer Schriftsippe betrachten:
Eine Schriftfamilie umfasst eine Grundschrift und ihre verschiedenen Schnitte. Also Regular, Bold, Italic, Thin, Bold Italic, Black und so weiter. Eine Schriftsippe dagegen umfasst verschiedene Schriftfamilien mit gleichen Merkmalen, also z.B. der Strichstärke oder der Strichrealtion.

Als letztes widmen wir uns nun den Charakteren verschiedener Schriftarten:
Beginnen wir mit der Rotis. Diese Schriftart ist sehr schmal, wodurch ein strenger Charakter erzeugt wird. Oftmals wird die Rotis für Arznei verwendet. Auch in der Archtitektur hat sie sich durchgesetzt.

Die zweite Schriftart, die wir betrachten wollen ist die Rockwell. Sie hat einen sehr konstruktiven Charakter und ist laut auftretend. Daher eignet sie sich besonders für Überschriften.

Die Arial ist der Alleskönner unter den Schriften. Sie beeinflusst den Text in keiner Weise.

Ähnlich der Arial ist die Helvetica. Auch sie beeinflusst den Text nicht und ist im Vergleich zur Arial sogar angenehmer zu lesen.

Die Eurostile wird oft mit dem Weltraum in Verbindung gebracht. Diese Schrift ist nicht für Fließtexte geeignet, eher für Überschriften.

Wie Sie im vorangegangenen Beitrag sicherlich gesehen haben ist Schrift mehr als nur die Aneinanderreihung von Buchstaben. MARTES NEW MEDIA unterstützt Sie gerne dabei die passende Schrift und den passenden Stil für Ihren gelungenen typografischen Unternehmensauftritt zu finden. Mit uns wird Ihre Botschaft sichtbar. Für weitere Informationen und ein unverbindliches Erstgespräch stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Seite:

MARTES NEW MEDIA
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Telefon: 0721 2012 – 120
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